Allgemein

Gemeindeblatt Juni 2021

Armut ist etwas schreckliches…..


und erfüllt die Menschen in Indien mit dem Gefühl ungerecht behandelt, ausgeschlossen, unfähig, ja sogar wertlos zu sein.
Daraus entwickelt sich schließlich ein geheimer innerer Kampf, bei dem es darum geht, Einfluss zu gewinnen und etwas zu beweisen. Dieser Kampf hört niemals auf.
Momentan führen sie Krieg gegen Corona, Malaria und Hunger.
 
Wieder zerstört der Monsun die Ernten, wieder sterben die Menschen an Malaria da sie sich keine medizinische Hilfe leisten können.
Aber den größten Krieg führen sie gegen Corona inmitten von verfallenen Hütten, die wie ihre Träume zerbröckeln.
Die Menschen sterben auf der Straße, vor den Krankenhäusern mitten auf dem Feld, in den Hütten vor den Augen ihrer Familienmitgliedern. Es gibt keine Chance für medizinische Hilfe. Die Wege ins Krankenhaus sind zu weit und Geld ist eh nicht vorhanden. Wie soll ein Taglohnarbeiter mit 1 € pro Tag sich Medizin leisten? 
Und glauben Sie mir, verurteilen Sie nicht den Staat. Der tut gerade alles Menschenmögliche.
 
Für die Kinder, welche in den boarding Häusern der Fatima Schwestern leben können, ist es eine Oase in dieser steinernen Wüste.
 
Unsere Kinder sind zum größten Teil gut versorgt und bleiben gesund. Ihre Familienmitglieder jedoch sterben einfach so schnell. Drei Kinder haben an einem Tag beide Elternteile verloren. Nun sind sie nicht nur an „Geld“ arm sondern es fehlen ihnen der wichtigste Teil ihres Lebens. Der Indische Regenbogen e.V. tut alles Erdenkliche, um das Leben der Kinder erträglich zu gestalten.
Jedoch sind schon viele unserer Fatima Schwestern an Corona gestorben.
 
Bisher waren 22 000 € für Corona Behandlungen von unseren Kindern und Schwestern in den Krankenhäusern notwendig. 
 
Eine mir vertraute und bekannte Ärztin am Uniklinikum  in Heidelberg rief im Verteiler des Uni-Klinikums zu einer Spendenaktion auf und innerhalb weniger Stunden hatte der Indische Regenbogen fast 8 000 € mehr auf dem Konto und konnte diese nach Indien überweisen. Somit sind noch immer 14 000 € von den Fatima Schwestern zutragen.
Selbstverständlich ging dieses Geld direkt und umgehend nach Indien.
 
Hier möchte ich nochmals etwas klar stellen: Drei Paten kündigten ihre Patenschaft beim Indischen Regenbogen, da sie Angst hatten, dass wenn der Indische Regenbogen e.V. über die State Bank of India in Delhi das Geld zu den Fatima Schwestern überweisen muss, das Geld dort nicht zu 100 % bei den Schwestern ankommt. Ich kann alle Spender beruhigen, das Geld kommt innerhalb von 5 Tagen zu 100 % auf dem jeweiligen Konto der Fatima Häuser an. Mit dieser Vorgehensweise wird lediglich die Geldwäsche von Außen nach Indien unterbunden. Ich fand es sehr schade, dass man den Indern so misstraut und somit auch diesen drei Patenkindern eine Chance auf Ausbildung verhinderte. Ich denke, da sollten wir einmal in Deutschland damit beginnen. 

Die drei Kinder haben in der Zwischenzeit einen neuen Paten, welcher sich sehr über seine deutschen Mitmenschen ärgerte. 
 
Weil der Winter in North-East schneller kommt als wir denken, haben wir 5 Häuser mit Heatern ( kleine elektrische Heizkörper) ausgestattet. Im letzten Winter hatten die Kinder 0 Grad in der Nacht und sollten gut schlafen. Die Heizkörper werden am Tag durch die Sonne gespeist. Jedes der 5 Häuser bekam 2 Heizkörper (einen für den Schlafraum – alle Kinder schlafen in einem Raum – und einen für den Aufenthaltsraum -Essen, Lernen, Spielen, Beten)
Alle 10 Heizkörper kamen zusammen auf 570 €.
 
Wir benötigen nun weitere 5 000 € für 10 Heime. Hier gibt es jeweils 10 Kinder, deren Eltern ihre Kinder nicht versorgen können. Wir werden schauen wie wir diesen Betrag stemmen können. Der Angang ist getan.
Ich habe unseren Verein beim Oberlandesgericht Karlsruhe , Bußgeldempfänger, angemeldet.
Hier kann man sich bewerben und wird dann -wenn das Oberlandesgericht den Bedarf sieht- in der Liste der Begünstigten aufgenommen. So wurde unser Verein in die hier geführte überregionale Liste der Bußgeldempfänger aufgenommen. Da bleibt es dann den einzelnen Gerichten und Staatsanwaltschaften überlassen, welchen Einrichtungen Bußgelder zufließen.
Wir haben bereits die ersten 2 000 € erhalten und ich bin sehr stolz darauf den das ist schon fast die Hälfte von den 5 000 €, welche benötigt werden. 
 
Ich möchte Ihnen mit einem Indischen Sprichwort  wunderschöne Sommertage wünschen
 „Wenn wir nicht urteilen und über unseren Tellerrand hinausblicken, geschehen Wunder“
 
 Bis dahin sage ich NAMASTE und ganz lieben Dank für Ihre Unterstützung. Jeden Cent, welcher uns erreicht, geht zu 100 % nach Indien und hilft den Hunger und die Krankheit zu  stoppen und den Kindern Geborgenheit und Wärme, Liebe und eine Chance auf Ausbildung zu schenken.

 

Ihre alexandra nowack

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